Montag, 17. April 2017

Einstiegshilfe & Kaufberatung - Das richtige Mikrofon- und Streamer-Set für den Let's Player von heute - Auch für Podcaster interessant

Hallo Leute!

Heute gibt’s mal keinen Test von mir, sondern eine Einstiegshilfe.

Nein, nicht in die örtliche Pferdekutsche, sondern in die Thematik „Mikrofone für Let’s Player und Streamer“.

Ich selbst habe mich mit dem Thema kürzlich intensiver beschäftigt, da ich ein kleines Side-Project begonnen habe. Nämlich meinen kleinen aber feinen Let’s Play Kanal SandmansWorld. Wer Lust hat, schaut gerne mal rein.

Zurück zum Thema:
Als Let’s Player, Streamer oder Podcaster ist ein gutes Mikro sehr wichtig, da die Klangqualität der moderierenden Stimme natürlich im Vordergrund steht. Niemand hat Lust einer kratzig-rauschenden Aufnahme zu lauschen.


Aber was ist denn nun ein gutes Mikro?

Wenn man in die Youtuber- und Streamer-Landschaft schaut, dann trifft man unweigerlich auf ein Mikro, das gefühlt jeder zweite verwendet: Das Rode NT1-A.

Dabei handelt es sich um ein Großmembran-Kondensatormikrofon mit Nieren-Charakteristik, welches für seinen Preis durchaus sehr gute Qualität liefert. Dieses Mikrofon wird auch von Sängern und Berufssprechern für professionelle Aufnahmen genutzt.

Wer mehr zum Thema Richtcharakteristik erfahren möchte, den bitte ich Wikipedia zu befragen: https://de.wikipedia.org/wiki/Richtcharakteristik


Wo ist das Problem?
Das Problem beim NT1-A ist, dass es für die gebotene Leistung zwar noch vergleichsweise preiswert ist, aber €190 sind halt auch nicht gerade wenig. Hinzu kommt, dass es sich um ein Mikro mit XLR-Anschluss handelt. Man braucht also zumindest noch ein Audio-Interface um die Signale in den PC zu bekommen und muss bedenken, dass manche Mikros eine Phantomspeisung benötigen.


Alternativen?

Als Einsteiger in die Let’s Play und Streaming-Landschaft gibt es aber freilich auch preiswertere Mikros. Wer auf den XLR-Anschluss nicht verzichten möchte findet sich auch hier gute Alternativen von Marantz, t.bone oder Auna.

Noch günstiger und einfacher geht’s natürlich mit einem USB-Mikro. Hier erspart man sich jegliches Zwischengerät, da man das Mikro direkt an den USB-Anschluss des PCs anschließt und loslegt.

Im Folgenden habe ich euch ein paar Varianten unterschiedlicher Preisklassen zusammengestellt.


Für Sound-Enthusiasten
Wenn die Qualität stimmen soll, Geld nur eine untergeordnete Rolle spielt und man keine Berührungsängste hat, sich mit der Technik auseinanderzusetzen.

DAS MIKRO
Rode NT1-A* um ca. €190:

Anzeige


Mikro-Alternative:
Rode Procaster* um ca. €199:

Anzeige


DAS MISCHPULT / AUDIO-INTERFACE
Behringer QX1002USB Xenyx (mit Effekten)* um ca. €95:

Anzeige



Mischpult-Alternative:
Wer keine Effekte braucht, sollte auch mit dem Mischpult auskommen
Behringer XENYX 302USB* um ca. €46:

Anzeige



MIKRO-HALTERUNG
Rode PSA1* Gelenkarmstativ um ca. €89:

Anzeige


Gesamtpreis: max. €383 (min. €325)



Für Preis-Leistungs-Fetischisten (wie ich einer bin)

Wenn Qualität gefragt ist, aber das Börserl (Geldbeutel) erstmal nicht übermäßig beansprucht werden soll. Auch hier ist ein gewisser „Einleseaufwand“ notwendig.



DAS MIKRO
Marantz MPM-1000* um ca. €59:
Anzeige




DAS MISCHPULT / AUDIO-INTERFACE
Behringer XENYX 302USB* um ca. €46:
Anzeige

Wer Effekt aus dem Mischpult haben möchte kann auch hier das QX1002USB* – siehe oben – nehmen, muss aber mehr bezahlen.


MIKRO-HALTERUNG
Gelenksarmstativ Noname* um ca. €23:
Anzeige




Halterung-Alternative:
Dem Marantz MPM-1000 liegt ein Tischstativ bei. Wem das ausreicht, der kann auf den Gelenksarm verzichten.


Gesamtpreis: max. €128 (min. €105)

Kleine Anmerkung: Ich nutze dieses Setup für mein kleines Side-Project. Aber mit dem größeren Mischpult QX1002USB*. Wer mal reinschaun/reinhören möchte:
Hier gehts zu den Let's Plays von SandmansWorld


Für Sparfüchse und Technik-Allergiker

Für alle die schnell und möglichst günstig loslegen und sich nicht auch noch mit technischem Firlefanz quälen wollen.

MIKRO
Auna MIC-900B USB* um ca. €80:
Anzeige


Mikro-Alternative 1:
Samson Meteor Mic USB* um ca. €59
Anzeige


Mikro-Alternative 2:
Blue Microphones Snowball iCE USB Microphone* ca. €60:
Anzeige



MIKRO-HALTERUNG
Gelenksarmstativ Noname* bei Verwendung des Auna MIC-900B USB um ca. €23:
Anzeige



Halterung-Alternative:
Die Mikros Samson Meteor Mic USB und Blue Microphones Snowball iCE USB sind beides Tischmikrofone. Daher spart man sich den Gelenksarm.



Gesamtpreis: max. €103 (min. €59)


Ich hoffe meine Set-Zusammenstellungen gefallen euch. Natürlich ist die Mikrofonwahl auch immer abhängig von der eigenen Stimme. Nicht jedes Mikro passt zu jeder Stimme. Ich denke aber, dass diese Setups hier schon mal einen guten Einblick in die Thematik andeuten.

Wer sich dennoch nicht ganz sicher ist, sollte sich beim örtlichen Instrumente- und Musikfachhandel beraten lassen. Es gibt genug, auch sehr große Stores, bei denen man Mikros antesten kann um zu sehen ob sie zur eigenen Stimme passen und ob man mit der Qualität zufrieden ist.

Ich freue mich über euer Feedback und wünsche euch alles Gute mit euren Streaming-, Let's Play- und Podcast-Projekten.

Liebe Grüße,
Euer Wunderwuzzi


 
* = Partnerlink, verlinkt zu Amazon.de 

Samstag, 15. April 2017

Premium Test - TomTom Runner 2 Cardio Musik GPS Sportwatch

Zu allererst: Frohes Osterwochenende euch allen!
Um mit den vielen bunten Ostereiern mithalten zu können liefere ich euch heute einen Premium-Test zu einer bunten Sportuhr von TomTom. Viel Spaß beim Lesen!


Der Frühling hat Einzug gehalten und die Natur drängt uns Laufbegeisterte mit warmen Temperaturen und Sonnenstrahlen ins Freie. Oder aber, es ruft ein Freund an und meint: "Ich brauche dich als Ersatzmann für den Staffelmarathon in Wien! Du musst 16 Kilometer laufen!" :D

Anzeige*
Egal, welcher der beiden Gründe eher zutrifft, für mich als Hobbysportler mit Ehrgeiz und Freude an persönlicher Leistungssteierung, musste eine neue Laufuhr her um meine Ergebnisse genau aufzuzeichnen. Zwar nutze ich auch Runtastic um meine Strecke aufzuzeichnen, aber zum einen hatte ich nicht den passenden Herzfrequenz-Gurt und zum anderen verträgt sich die App leider nicht so ganz mit meinem Handy, was dazu führt, dass ca. jeder dritte Lauf nicht korrekt aufgezeichnet wird.

Darum habe ich mir die TomTom Runner 2 Cardio Music GPS* besorgt. Und wie mir diese gefällt, erzähle ich euch jetzt.




LIEFERUMFANG

Die TOMTOM Runner 2 Cardio Music kommt mit einem Ladekabel und eine Kurzanleitung ins Haus. Die Anleitung ist in einigen Sprachen, aber wirklich kurz und knackig gehalten.
Das Ladekabel ist speziell für die Uhr konstruiert worden. Hier reicht leider kein eigener USB-Anschluss.


OPTIK UND HAPTIK

Im Bereich der Sportuhren ist dieses Modell eines der für mich ansprechendsten. Ich trage die Uhr zumeist auch einfach so in der Freizeit.
Das Uhrenband lässt sich einfach von der Uhr trennen. TomTom bietet viele weitere Farbvarianten des Bandes an. Nicht gerade günstig, aber ganz hübsch. Eine Kollegin von mir besitzt die gleiche Uhr und muckierte sich darüber, dass ihr erstes Band nach einem dreiviertel Jahr kaputt ging. Dies ist aber nur Hörensagen und ich werde das mit Sicherheit beobachten.
Die Anzeige ist nicht kratzfest. Ich habe mir gleich ein paar Schutzfolien dazubestellt, die recht günstig zu haben sind.

Gesteuert wird die Uhr mittels "Vier-Wege-System". Mit links, rechts, rauf und runter kann man sich durch die Menüs arbeiten. Das ganze funktioniert sehr intuitiv. Beim ersten Mal muss man noch ein wenig experimentieren.



SPORTARTEN UND TRAININGS

Die Runner 2 bietet verschiedene Sportarten an. Nebst Laufen gibt es noch Radfahren, Schwimmen und Freestyle. Auch Indoor Sport lässt sich auswählen (zB. am Cardio-Trainer).
Verschiedene Trainings lassen sich auch auswählen. So setzt man sich beispielsweise einen Herzfrequenzbereich für den Lauf und die Uhr kontrolliert diesen. Läuft man zu langsam oder zu schnell, wird man mittels Ton und Vibration deutlich darauf hingewiesen.

Auch ein Intervalltraining lässt sich manuell einrichten. Das Ganze ist direkt auf der Uhr möglich.
Leider aber, kann man sich keine Trainings in der TOMTOM Connect App erstellen. Das finde ich etwas schade, da man gerade mit komplexen Trainingsplänen und -einheiten sehr spezielle Trainings erstellen möchte.



GPS UND AKKU

Durch erstmalige Verbindung mit dem PC und die App ins Internet, ruft die Uhr grobe Standortinformationen ab. Dadurch gelingt die GPS-Erfassung vor dem Haus später besser. Eine Satellitenerfassung dauert bei mir "am Land" zwischen 15 und 45 Sekunden. Die Verbindung ist bei meinen bisherigen Läufen nie abgerissen und die Strecke wurde immer exakt getrackt.

Der Akku hält gut sechs Läufe zu je ca. 45-60min mit aktiviertem GPS durch. Sofern keine Zusatzspäße aktiviert sind.
Anfangs hatte ich alle Funktionen aktiviert (regelmäßige Pulsmessung unter Tags, Messung der Schlafdauer etc.). Das kostet deutlich mehr Energie. Demnach war nach zwei Läufen und vier Tagen der Saft alle.



APP AM PC UND MUSIK

Um die Ergebnisse der Uhr auszulesen muss man ein TomTom Konto anlegen und die Uhr mittels zu installierender App an den PC anbinden.
Die gesamten Daten werden dann quasi ins Web geladen. Man kann sich also seine Läufe, sofern einmal hochgeladen, jederzeit im Webbrowser ansehen. Dort lassen sich dann alle möglichen Daten der einzelnen sportlichen Einheiten einsehen.

 

Mittels des Programms, welches am PC installiert wird, kann man sich bis zu drei Gigabyte an Musik auf den internen Speicher der Uhr laden. Leider ist die Usability dabei nicht optimal gelungen. Denn anstatt sich Ordner anzulegen und die Lieder auf die Uhr zu spielen, muss man sich erst Playlists am PC zusammenstellen (zB. mit dem Programm VLC Player) und diese gespeicherten Playlists (zB. m3u-Dateien) auf die Uhr hochladen. Die entsprechenden Lieder werden dann ebenfalls mitkopiert.

Die Steuerung an der Uhr selbst ist auch eher minimalistisch gehalten. Tracks lassen sich einfach vor und zurück springen.
Es gibt aber keine Lautstärkeregler. Mit meinen zugegeben günstigeren Bluetooth-InEar-Kopfhörern lässt sich damit leider ein gewisser Lautstärkenpegel nicht unterschreiten - denn wenn ich am Kopfhörer noch eine SPur leiser schalte, ist der Ton ganz weg. Somit ist das Minimum an Musik noch immer vergleichsweise laut. Ok, nicht unbedingt laut, aber ich mag es beim Sport im Freien nicht, wenn die Musik so laut ist, dass ich keine Umgebungsgeräusche (zB. nahende Autos mehr wahrnehme).

Witzige ANEKDOTE:
Es mag an meinem Günstig-Headset liegen aber:
Mein China-Headset hat am rechten Ohr die Steuereinheit und offenbar auch das Empfangsmodul. Wenn ich die Uhr nun an der linken Hand trage, bricht während dem Lauf immer mal kurz die Verbindung ab. Und zwar genau für den Bruchteil einer Sekunde, in der mein Rumpf die Luftlinie zwischen Uhr und rechtem Ohrstoppel verdeckt. Sehr eigenartig.
Ich rechne das Problem aber dem Billig-Headset zu und trage die Uhr beim Laufen nun immer rechts.



DER HERZFREQUENZ-SENSOR UND KONNEKTIVITÄT

Dieser befindet sich in der Uhr selbst. Standardmäßig ist kein Brustgurt dabei, obgleich man einen dazubestellen bzw. nutzen könnte.
Die Messung der HF findet also am Handgelenk statt. Die Uhr sollte daher beim Sport gut an der Haut anliegen um ein guter Ergebnis zu liefern. Bisher bin ich damit sehr zufrieden. Es wird ja oft diskutiert, dass diese Art der Messung zu ungenau sei, aber ich habe die Werte mehrmals an mir selbst überprüft und es hat immer gut gepasst.

Auch wenn es für mich kein Killerfeature ist, aber ich erwähne es trotzdem:
Scheinbar lässt sich die Uhr mit dem Handy koppeln um dann Smartwatchartig empfangene Nachrichten anzuzeigen. Das Ganze scheitert aber bei meinem Android 6.0 Handy kläglich. Ich bekomme die Uhr nicht mit dem Handy gekoppelt. Aber die Funktion interessiert mich ohnehin nicht.

Hier findet ihr noch ein kleines Video zur Menüführung der Uhr:



FAZIT
Man merkt, wenn man die Zeilen über dem Fazit gelesen hat, dass ich doch ein paar kleinere Kritikpunkte zu dieser Sportuhr habe. Aber im Großen und Ganzen bin ich doch sehr zufrieden damit. Die Uhr ist in der Herrengröße (L) schon ab 140€ ohne BT-Kopfhörer zu haben. Dieser Preis ist meiner Meinung nach schwer in Ordnung.
Wer also hobbymäßig läuft, seine Einheiten aber dennoch semiprofessionel tracken möchte, ist mit dieser Uhr gut beraten. Für die Hardcore-Checkerbunnys unter den Sportlern gibt es freilich andere Kaliber. Aber dafür darf man dann auch deutlich mehr Kohlen auf den Tisch legen.

WERTUNG

4 von 5 musikalisch-laufende Wunderwuzzis

Wenn euch der Bericht gefallen hat, würde ich mich freuen wenn Ihr mich unterstützt und meine Rezension zu diesem Produkt auf Amazon als "hilfreich" markiert. Nutzt dazu gleich folgenden Link zum Produkt, lasst euch die Rezensionen anzeigen (neueste zuerst) und klickt bei Wunderwuzzi auf "nützlich" bzw. "hilfreich". Vielen Dank!

TomTom Runner 2 Cardio Musik*

Anzeige

* = Partnerlink, verlinkt zu Amazon.de 

Dienstag, 21. März 2017

Review - MixMart Vakuumierer für den Haushalt

VORWORT
Wir haben uns auf Anraten eines Freundes das Vakuumiergerät zugelegt, da unsere über längere Zeit eingefroreren Sachen meistens Gefrierbrand bekamen. Der Fehler lag dabei an der Verwendung von Plastikgeschirren bzw. Sackerln, die eben noch mit Luft gefüllt waren.
Speisen die nämlich von Luft umgeben sind, trocknen in der Gefriertruhe aus - Gefrierbrand entsteht. Dieser ist zwar (laut Wikipedia) nicht schädlich, aber definitiv ungenießbar.
Wir nutzen das Ding hauptsächlich um Speisen vakuumiert einzufrieren. Die neumodische Kochmethode "Sous Vide"* haben wir leider noch nicht probiert.



ZUM GERÄT
Die Verarbeitun ist sehr gut, auch wenn das Ding großteils aus Kunststoff besteht. Ein Euro-Stecker Kabel befindet sich unter dem Gerät. Damit wird es mit Strom versorgt. Das Kabel lässt sich fixieren und somit beliebig verlängern oder kürzen. Die Maximallänge ist jedoch 1,5m glaube ich.

Die Bedienung ist sehr einfach. Der beiliegende "Endlos-Sack" lässt sich auf der hinteren Seite der Maschine einlegen und durchziehen. Ein eingebautes Schiebemesser sorgt für die gewünschte länge des Sackes.
Der Vakuumierer versiegelt dann zuerst das eine Ende, danach wird das Lebensmittel hineingelegt und der Sack auf der anderen Seite entweder nur versiegelt oder vakuumiert und versiegelt. Dazu gibt es zwei Knöpfe am Gerät die für einen vollautomatischen Ablauf sorgen. Manuell einlegen und die Klappe verriegeln muss man den Sack natürlich schon.
Ein weiterer Knopf ermöglicht das vakuumieren manuell vorzunehmen. Solange der Knopf gedrückt wird, arbeitet die Maschine.

Ein vierter Knopf lässt beim vakuumieren von trockenen und nassen Gerichten unterscheiden. Vakuumiert man zum Beispiel ein Gulasch um es einzufrieren, oder bereitet man Fleisch und Marinade für die Sous Vide* vor, dann kann man "Nass-Vakuumieren". Das Gerät vakuumiert dann weniger "aggressiv". Dennoch kann etwas Flüssigkeit austreten. Ist der Sack korrekt eingelegt, rinnt der austretende Saft aber in einen kleinen Auffangbehälter, der sich herausnehmen und einfach abwaschen lässt. Er ist sogar spülmaschinenfest.

  


WENN ICH ETWAS BEMÄNGELN MÜSSTE

Die beiliegende Anleitung ist sehr zurückhaltend. So liegen dem Gerät beispielsweise ein paar Teile bei, von denen ich keinen Dunst habe wofür ich sie brauche. Weiters ist es zwar toll, dass der Quasi-Endlos-Vakuumierbeutel dabei ist, dieser ist bei meiner Lieferung aber etwas zerdrückt angekommen. Was leider dazu führt, dass der Sack oft nicht ausreichend versiegelt wird und das innere Vakuum nach einigen Minuten passé ist. Daher habe ich mir bei Amazon noch andere BPA-freie glatte Beutel* bestellt. Mit denen klappt alles wunderbar.

  

FAZIT
Man könnte meinen, aufgrund der zu bemängelnden Punkte könnte man einen "Wunderwuzzi" bei der Bewertung abziehen. Ja, das kann man auch durchaus. Ich bin aber mit dem Gerät trotzdem sehr zufrieden und kann es definitv weiterempfehlen.

WERTUNG

5 von 5 vakuumierende Wunderwuzzis

Wenn euch der Bericht gefallen hat, würde ich mich freuen wenn Ihr mich unterstützt und meine Rezension zu diesem Produkt auf Amazon als "hilfreich" markiert. Nutzt dazu gleich folgenden Link zum Produkt, lasst euch die Rezensionen anzeigen (neueste zuerst) und klickt bei Wunderwuzzi auf "nützlich" bzw. "hilfreich". Vielen Dank!

Vakuumiergerät bei Amazon*

Anzeige

* = Partnerlink, verlinkt zu Amazon.de 

Montag, 26. Dezember 2016

Premium Test - 4K LCD TV LG 55UH770V

ACHTUNG – Umfangreiche Rezension – Wer‘s eilig hat liest das Fazit ganz unten!

VORWORT

Nachdem ich seit über einem Jahr mit einer TV Neuanschaffung liebäugle, habe ich mich heuer durchgerungen endlich zuzuschlagen. Geräte mit UHD und HDR sind im Vergleich zum Anfang des Jahres deutlich günstiger geworden und nun sollte die 9 Jahre alte Toschiba-Kiste eindlich ausgetauscht werden.

Warum der UH770?
Ich hatte LG und Panasonic schon letztes Jahr am Radar, daher kamen deren Geräte wieder in die engere Wahl. Erst habe ich mir den 58DXW734* von Panasonic geholt, war mit dem aber nicht vollends zufrieden und habe leider ein Clouding-Exemplar erwischt (bei Panasonic läuft übrigens noch bis 08.01.2017 eine Cashback Aktion).
Der Zweite Versuch war eben der LG 55UH770* mit IPS Panel, den ich mir beim örtlichen Fachhändler geholt habe. Natürlich mit vorab Online-Bestellung, da ich die 14 Tage Rückgaberecht bei TVs unbedingt empfehle! Denn leider ist die Qualitätssicherung bei LCD TVs immer ein großes Fragezzeichen. Und für über 1000€ stell ich mir kein Montagsgerät mit furchtbaren Display-Fehlern über mehrere Jahre ins Wohnzimmer (Clouding, Banding, DSE und wie sie alle heißen).
Die zwei Hauptvorteile die für den UH770 als Ersatz für den Panasonic sprechen sind das IPS Display wegen Seiner Blickwinkelstabilität und die doppelte Frequenz (120Hz).

Zu den einzelnen Punkten:

OPTIK UND HAPTIK
Der schlanke UHD-Fernseher sieht super aus. Keine Frage. Der hellgraue Metallrahmen wertet das ansonsten natürlich aus Kunststoff bestehende Gerät optisch deutlich auf. An der Rückseite befindet sich eine Abdeckung für die Fußmontage, die aber mit einem schnellen Handgriff entfernt ist.
Die Anschlüsse selbst haben keine Abdeckung, sind aber sehr flach in das schlanke Design des TVs eingearbeitet. An der Unterseite befinden sich ein paar Knöpfe zur groben Steuerung des TVs.
Der LG hat nur einen sehr breiten Standfuß. Dieser hat ein ansprechendes Design, ist aber aufgrund seiner Breite nicht für schlanke Phonomöbel gedacht. Wir haben ein eher kleines Kasterl, aber auch hier geht es sich aus. Später werden wir das Gerät dann ohnehin statt unserem alten Toschiba an die Wand hängen.


FERNBEDIENUNG UND BETRIEBSSYSTEM (WebOS)
Die schwarze Fernbedienung sieht im Vergleich zur grauen Fernsteuerung des Panasonic etwas edler aus, sie bedient sich sauber, die Tasten haben einen guten Druckpunkt. Die Mauszeiger Funktion ist natürlich DAS Feature und ist auch sehr praktisch. Trotzdem fand ich die Anordnung der Tasten und das Zusammenspiel zwischen Fernsteuerung und OS beim Panasonic etwas stimmiger.
Der TV startet sehr flott in das WebOS Betriebssystem. Ich habe es nicht gemessen, aber es dauert sicher nicht länger als 10 Sekunden.
Beim ersten Starten des TVs muss man Länder- und Sprachinfos einstellen und kann sich gleich mit dem Internet verbinden (WLAN oder LAN). Soweit so praktisch.
Das WebOS selbst bedient sich ebenfalls recht einfach und hat auch gleich ein Update angeboten und heruntergeladen.
Das eingeben von Text (zB. Email & Passwort bei Netflix) ist danke Mauszeiger deutlich einfacher, als wenn man sich mit dem Steuerkreuz durchackern muss. Trotzdem werde ich in naher Zukunft eine BT-Tastatur anschließen und testen ob der Fernseher damit zurecht kommt.
Die Fernbedienung hat auch ein eingebautes Mikro. Nach drei missglückten Spracheingaben beim Suchfeld auf Youtube, habe ich aber für mich beschlossen diese Funktion nicht so häufig zu nutzen.

Web OS Home Menü
 

Die für mich wichtigen Apps Netflix und Amazon sind vorinstalliert und arbeiten schnell und ohne Probleme auch in 4K (entsprechende Internetgeschwindigkeit vorausgesetzt). Youtube musste ich mir im LG Store holen. Auch die TVThek von ORF habe ich dort gleich entdeckt und installiert.


SOUND AUS DER KISTE
Natürlich hat der LGTV auch eigene Boxen von Harman Kardon integriert. Ich kann dazu nicht allzu viel sagen, da ich einen AV Receiver mit 5.1 Boxen nutze. Einige Male hatte ich auch die integrierte Box im Betrieb, im Vergleich zum 5.1 Standboxen-Set sind diese natürlich um Welten hinterher. Wer aber keinen Wert auf satten Klang legt wird damit durchaus zufrieden sein.

Zum Audio Return Channel kann ich noch was sagen:
Der ARC Kanal (Audio Return Channel) des TVs liegt auf HDMI2. Diese Funktion muss man im Menü dann einfach nur aktivieren und schon läuft der Sound über den AV-Receiver zurück ins Klangsystem . Im Receiver war das Setting ungleich schwerer zu finden. Egal ob Youtube, Netflix oder Amazon, alles klappt problemlos und lippensynchron, ohne diesbezüglich besondere Einstellungen vorgenommen zu haben. Durch das Update des WebOS hat sich dieses Setting aber wieder umgestellt. Ich musste es also wieder reaktivieren.


Standfußbefestigung

Nun zur Königskategorie:

DAS PANEL UND DIE BILDQUALITÄT
>> Spiegeleffekt <<
Das Panel spiegelt relativ stark. Wir haben ein Fenster hinter der Couch und müssen unter Tags die Rollo herunterlassen. Gerade bei dunklen Bildern ist der Effekt natürlich höher. Das „Problem“ haben aber fast alle neuen LCDs. Und ich bin mir nicht sicher ob es noch matte Displays zu kaufen gibt. Unser Toschiba hat noch eines.

>> Panelfrequenz <<

Der TV arbeitet mit einem IPS-Panel welches eine Refresh-Rate von 120Hz (nativ) hat.
Damit bin ich sehr zufrieden. Ich konnte keine negativen Bildeinflüsse feststellen.

Das Setting „True Motion“ macht Bewegtbilder noch flüssiger. Wobei sich dadurch in den Presets sofort der Soap-Opera Effekt einstellt. Es gibt ein „Benutzer“ Setting unter „True Motion“ bei dem man zwei Werte zwischen 1-10 einstellen kann. Hier konnte ich mit 3 auf beiden Leisten ein sehr gutes Ergebnis finden. So greift der Effekt, aber man sieh nicht ständig „GZSZ“. ;)

>> Farben und Schwarzwert <<
Der Schwarzwert ist ehrlich gesagt nicht mein Hauptkriterium und ich kann mit sehr dunklem Grau auch gut leben, so lange es homogen ist. Der LG kommt mit dem Schwarzwert im Vergleich zum Panasonic mit VA-Panel nicht ran, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden damit.
Die Farben des Bildschirms sind top. Der TV bietet mehrere Presets, die aber nicht alle manuell abgeändert werden können. Es gibt aber zwei Experten-Presets die man nach Lust und Laune verändern kann. Zu diesem TV gibt es im Netz auch sehr viele Vorbild-Settings, die man sich hernehmen kann, wenn man selbst keinen Tau hat.

 

Spielt man HDR Material ab (zB. Dolby Vision auf Netflix) verändern sich die Einstellungsmöglichkeiten. Hier muss man dann nochmal separat justieren, wie man es gerne hätte.

Was mich gleich zum nächsten Thema bringt…

>> Upscaling <<
Wir sitzen ca. 2,30m vom Bildschirm entfernt. Für Full HD kein Problem, für 4K freilich schon gar nicht. TV Sender in HD (720i/p) sehen auch noch vergleichsweise gut aus. SD Sender sind keine wirkliche Augenfreude mehr. Der Fernseher liefert aber ein gutes Ergebnis. Für SD Inhalte hab ich mich auch dazu durchgerungen das „True Motion“ etwas stärker einzustellen, da es der Bildqualität zu Gute kommt. Auch da habe ich dafür die Rauschunterdrückung aktiviert.

>> Blickwinkelstabilität <<

IPS-Panele sind für die hohe Blickwinkelstabilität bekannt. Das war mit ein Grund warum ich nach dem VA-Panasonic doch noch ein IPS-Panel probieren wollte. Denn unsere Couch ist recht breit und beim VA-Panel hatte ich hier schon Kontrasteinbußen an den Kanten.
Mit dem LG bin ich diesbezüglich sehr happy.

>> Clouding , Dirty Screen Effect, Banding, Artefakte<<

Lucky me! Der LG hat kein Clouding und nur minimalstes Banding bei Testbildern, was mir bei Bewegtbildern aber noch nicht aufgefallen ist und bisher sind mir keine Artefakte untergekommen. DSE ist mir erst nach mehreren Tagen aufgefallen. Hält sich aber in Grenzen.

DSE/Banding ersichtlich

>>Local Dimming<<
Und hier ist der Punkt, der mich beim LG dazu bringt mich dezent auf der Stirn zu kratzen. Das Local Dimming ist extrem präsent. Eine LED Leiste unten beleuchtet die Bereiche in 6 Teilsegmenten bei Bedarf. Das macht der UH770 aber so intensiv, dass es während der Bedienung in den Menüs oder in Filmen bei Szenenwechseln fast schon nervt.

Beispiel 1: Man schaut ORF 1 HD bei dem links oben das ORF Logo in weiß leuchtet. So lange ein Film läuft merkt man von Local Dimming (bei uns auf „Niedrig“) nicht viel. Blendet eine Szene nun aber in schwarz, wird alles schwarz, bis auf das ORF Logo natürlich. Nun ist das linkeste der 6 Segmente durch Local Dimming dezent erhellt (also das linke Sechstel des Bildschirms von unten bis oben) und der Rest schwarz. Wirkt irgendwie komisch, auch wenns eigentlich egal ist.

2. Beispiel:
Ich starte Netflix und die App lädt. Sprich, der Netflix Schriftzug auf dunklem Hintergrund scheint auf und das rote Kreisel in der Mitte dreht sich. Durch die Drehung und die sich immer ändernde Helligkeit in diesem Bereich (wenn auch nur minimal) flackert das dritte Dimming-Sement von links immer leicht auf.

Das ist Jammern auf hohem Niveau. Man kann das Dimming auch abschalten. Vermutlich würde ich es in Filmen nicht einmal vermissen.

 
Local Dimming

FUNKTIONSUMFANG
Hier kann ich leider nur von den angebotenen Features des TVs sprechen, da ich bisher nur HDMI Eingänge und die Apps (zB. Netflix) als Zuspieler genutzt habe. Die Tuner, USB-Recording und einige andere Funktionen habe ich noch nicht genutzt, werde ich in Zukunft aber! Die Austattung des TVs ist gut. Leider hat das Gerät keine Twin-Tuner, so wie es der Panasonic gehabt hätte. Aber am Ende ist mir das Bild dann doch wichtiger.

FAZIT
In aller Kürze…

VERARBEITUNG (5/5):
+ Top! Design und Funktionsumfang überzeugen.

BETRIEBSSYSTEM (4/5):
+ Aus meiner Sicht passabel aufgebautes OS. Im Vergleich gefiele mit das Firefox OS von Panasonic aber einen Tick besser.

BEDIENBARKEIT/REMOTE (4/5):
+ Bietet eine klassische Bedienung durch Steuerkreuz und Buttons…
+ … und coolem Mauszeiger dank Magic-Remote.
~ Eingebautes Mikro in der Fernsteuerung hat mich noch nicht überzeugt.

TON (3/5):
~ Ist OK, für mich aber vernachlässigbar.

BILDQUALITÄT/PANEL (4/5):
+ Gutes und flüssiges Bild dank 120Hz Panel
+ Breites Farbenspektrum und reichlich Einstellungsmöglichkeiten in den Experten-Settings
+ Sehr gute Blickwinkelstabilität dank IPS-Panel
+ Glück im Clouding-Roulette, mein Gerät hat keinerlei Lichthöfe
~ Schwarzwert aus meiner Sicht für ein IPS in Ordnung
~ minimales Banding (nur bei Testbildern)
~ Panel spiegelt stark
~ Spezielles Local Dimming, das aber Ausschaltbar ist
~ Preset-Bildeinstellungen eher nicht so prickelnd
- Leichtes DSE (Dirty Screen Effect), im normalen TV Betrieb selten ersichtlich

Gesamtwertung: 20durch5 = 4,0

WAS NOCH ZU SAGEN IST
Auf was man bei einem TV am meisten Wert legt ist jedem selbst überlassen. Für mich sind eingebaute Boxen (auch wenn von Harman Kardon) einfach zu schwachbrüstig. Ich bin eben besseres gewöhnt. Da ich aber ein 5.1 Boxenset nutze ist dieser Punkt ohnehin vernachlässigbar.
Für mich ist eine zukunftssichere Technik wichtig und ein tadelloses Bild bei dem ich mich nicht über minderwertige Qualitätsarbeit ärgern muss.
Dieser LG-TV schafft das für mich. Auch wenn hier natürlich das Clouding-Roulette glücklich ausgefallen ist. Obwohl bei Amazon doch deutlich günstiger, habe ich den Fernseher nicht bei Amazon bestellt, weil ich mir nicht ganz sicher war ob ich dann Nachteile aufgrund der Modellunterschiede habe (DE und AT haben unterschiedliche Modellnummern; 7709 ; 770V).
Ich bin jedenfalls froh mit dem 55UH770V einen für uns passenden TV gefunden zu haben und kann diesen guten Gewissens weiterempfehlen.

WERTUNG

4 von 5 blickwinkelstabile Wunderwuzzis

Wenn euch der Bericht gefallen hat, würde ich mich freuen wenn Ihr mich unterstützt und meine Rezension zu diesem Produkt auf Amazon als "hilfreich" markiert. Nutzt dazu gleich folgenden Link zum Produkt, lasst euch die Rezensionen anzeigen (neueste zuerst) und klickt bei Wunderwuzzi auf "nützlich" bzw. "hilfreich". Vielen Dank!

LG 55UH770 bei Amazon.de*

Anzeige

* = Partnerlink, verlinkt zu Amazon.de