Dienstag, 18. August 2015

Premium Test - Ecovacs Deebot D79 Staubsaugroboter



Hey Leute!
Wir freuen uns euch am heutigen Tage wieder einen sehr ausführlichen Premium Test präsentieren zu dürfen. Wir hatten die Möglichkeit den Staubsaugroboter Deebot D79 der Firma Ecovacs zwei Wochen lang zu testen und möchten euch natürlich an unseren Erfahrungen teilhaben lassen.

LIEFERUMFANG

Der Ecovacs Deebot D79 wird mit folgendem Zubehör geliefert:

  • Absaug- und Ladestation
  • Ausgedrucktes Handbuch
  • Ersatz-Seitenbürsten
  • Fernsteuerung (inkl. 2x AAA-Batterien)
  • Reinigungswerkzeug/pinsel



  • Außerdem ein umfangreiches Zubehör-Set, mit dem der Saugmotor der Saugstation in einer Minute zum praktischen „Sauger2Go“ umgebaut werden kann (siehe Fotos). Das bietet kein anderer Hersteller und ist ein erwähnenswertes „Nice2Have“.

(Wer Lust auf ein zwei-minütiges Unpacking Video hat: Ihr findet es ganz unten in diesem Beitrag)

ZUM HANDBUCH

Nur die Warnhinweise und groben Verwendungsrichtlinien wurden in verschiedene Sprachen, wie auch Deutsch übersetzt. Die Funktionen des D79 und dessen Bedienung wird nur mittels Bildern erklärt. Eine nette Idee, aber oftmals nicht ausreichend. Ich musste mir beispielsweise die diversen Modi des Deebot erst selbst ansehen bis ich die Funktionsweise kapiert habe. Mehr dazu im folgenden Teil.

FUNKTIONSWEISE

Der D79 arbeitet grundsätzlich nach dem Chaosprinzip. Das heißt er fährt den Raum wild durcheinander ab. Und zwar macht er das bis er voll ist, oder ihm der Akku ausgeht (im Auto Modus). Der kleine Schmutzfresser erkennt außerdem, wenn sich an einer Stelle mehr Schmutz befindet und fährt dort eine Extraschleife.
Neben dem Auto-Modus besitzt er noch andere Modi, die etwas anders funktionieren (die Modi sind nach dem Handbuch und der Fernbedienung nur durch Symbolen gekennzeichnet – folgende Benennungen entstammen meiner Fantasie).

Kantenmodus
Hier fährt der Deebot nur die äußersten Raumkanten ab. Praktisch wenn nur dort der Schmutz abgeholt werden soll.
Spotmodus
Hier fährt der Deebot in einem kleinen Bereich, an dem er händisch abgesetzt wurde in Schlangenlinien ab, beendet seine Arbeit aber nach drei Kurven wieder. Startet man diesen Modus, wenn er in der Station steht, spinnt er sich aber etwas aus. Hier gibt’s Verbesserungsbedarf.
GoHome
Schickt den Deebot zurück zu seiner Station, wo er dann abgesaugt und wieder geladen wird.
Suchmodus
Aus dem Modus werde ich nicht ganz schlau. Meiner Meinung nach funktioniert er wie der Auto-Modus, ich konnte den Unterschied nicht herausfinden.

Einen manuellen Saugmodus gibt es leider nicht. Man kann den D79 zwar fernsteuern, das funktioniert aber nur ohne Saugfunktion. Der D79 lässt sich auch programmieren. Das geht recht einfach von der Hand. Damit kann man ihn täglich zur gleichen Zeit automatisch starten lassen.

WARTUNG UND REINIGUNG

Der D79 wird nach seiner Arbeit selbstständig ausgesaugt. Der gröbste Dreck landet daher in der Absaugstation. Man muss aber natürlich regelmäßig selbst nachhelfen. Denn lange Haar wickeln sich gerne um die Hauptbürste und auch in den „Radkästen“ setzt sich gerne Staub ab. Außerdem empfiehlt es sich den Saugroboter regelmäßig abzustauben, da zu viel Staub die Sensorenfunktion negativ beeinflussen kann. Auch die Filter im D79 sowie die Einzelteile und Filter der Station sollten regelmäßig wie im Handbuch beschrieben gereinigt werden.
Praktisch: Der Staubbehälter des Deebot wird von oben herausgenommen. Nicht wie bei anderen Modellen an der Rückseite. Sollte man diesen Behälter also doch mal händisch leeren wollen, so geht das sehr praktisch und ohne Staubverlust von der Hand.

STEUERUNG

Die Steuerung des Deebot erfolgt über Knöpfe direkt am Gerät oder mit Hilfe der Fernsteuerung. Leider ist die Fernsteuerung etwas schwammig. Wenn der Winkel nicht passt, reagiert der D79 gar nicht. Der Hauptschalter des Roboters befindet sich auf der Unterseite. Die Station besitzt keinen Hauptschalter, muss bei Nichtgebrauch also ausgesteckt werden.

SENSOREN, NAVIGATION, AKKU UND STATION

Der D79 besitzt Infrarot-Sensoren an der Front mit denen er mögliche Hindernisse erkennen kann. Wie bei allen Saugrobotern die mit dieser Technik arbeiten, kann es aber bei spiegelnden Oberflächen oder dünnen Objekten (z.B. Sesselbeine) dazu kommen, dass er trotzdem dagegen fährt.
Passiert dies, greift die nächste Instanz. Der D79 hat nämlich an der Front eine Art Schild (am Bild in grau gehalten), unter dem sich Kollisionssensoren befinden, die einen Aufprall gegen ein Hindernis melden. Dann korrigiert der Sauger ebenfalls seinen Kurs.

An der Unterseite arbeitet der Absturzsensor, der dem D79 meldet, wenn er über eine Kante hinaus fährt (z.B. Treppen). Dieser funktioniert sehr gut. Der D79 macht schon früh kehrt, sobald er den Abgrund erkennt. Aus Erfahrung mit SSRs empfehle ich aber immer ein zusätzliches Hindernis vor Treppen zu stellen.

Zu seiner Station findet der Deebot eigentlich immer problemlos zurück. Die Rampe der Station ist sehr flach konstruiert, damit der D79 keine Auffahrprobleme hat. Im Reinigungsvorgang fährt er manchmal auch einfach lässig quer durch die Station durch. Die Station ist als solche übrigens schön kompakt. Sie braucht aber trotzdem den nötigen Platz um gut funktionieren zu können (links u. rechts je einen halben Meter und davor einen Meter Freifläche).

Wenn man den Roboter in einem separaten Raum abstellt, startet und die Türe zumacht fährt er den Raum ab bis sein Staubbehälter voll, oder der Akku leer ist. Dieser hält übrigens erstaunlich lange. Ich kam bei mir auf zwei volle Stunden Durchhaltevermögen! Beachtlich!

Was ich auch noch erwähnen möchte: Der D79 ist äußerst wendig und flott. Bei Drehungen scheint er auch immer ein wenig zurück zu schieben. Das habe ich so noch nicht gesehen und gefällt mir sehr gut.

SAUGLEISTUNG

Der kleine Sauger arbeitet recht ordentlich. Zumindest auf glatten Flächen (Laminat, Parkett und Fliesen). Staub, Katzen- und Menschenhaare werden problemlos eingesaugt. Die beiden seitlichen Bürsten, die vergleichsweise lang sind, werkeln eifrig und erreichen meistens sogar die Kanten zwischen Boden und den Wänden ganz gut. In den Ecken ist er nicht 100% erfolgreich, aber er liefert ein gutes Ergebnis. Man muss trotzdem mit einem Handstaubsauger an neuralgischen Stellen nochmals nachhelfen. Aber das ist ein Punkt, den man den meisten Saugrobotern anlasten muss. Beim D79 hat man den mobilen Sauger wenigstens direkt an der Hand.

Gerade als Tierhalter kann ich aber sagen, dass der Saugroboter eine Verbesserung bringt. Sofern man ihn wirklich mindestens jeden zweiten Tag seinen Job erledigen lässt. Durch seine geringe Bauhöhe kommt er auch unter die meisten Möbel (z.B. unters Sofa, wo genug Staub zu finden ist).

Die Arbeitslautstärke ist für ein solches Gerät durchschnittlich aber in Ordnung – jedoch auch nicht wirklich leise. Nebenbei im selben Raum entspannt Fernsehen oder Radio hören kann man vergessen. Auch im geschlossenen Nachbarraum kann er nerven wenn er mal wieder wo lautstark dagegen fährt.

Auf Teppichböden haben wir ihn nicht wirklich getestet. Nur auf Läufern haben wir ihn ausprobiert. Zwar stimmt auch hier die Saugleistung, aber durch das geringe Spiel zwischen Sauger und Fußboden stülpt er Teppiche leider regelmäßig um und bleibt dann daran hängen.

Zur Saugleistung habe ich mich zu einem Test hinreißen lassen, denn ich den RICE TEST nenne. Dazu habe ich ein kleines Video produziert:



FAZIT

Auch mit diesem Gerät habe ich die eierlengende Wollmilchsau noch nicht gefunden. Der Deebot D79 tut seine Arbeit aber recht gut - dabei ist die Saugleistung als sehr gut einzustufen. Der Akku ist ein Ausdauerwunder und das Zubehör sucht seinesgleichen. Etwas schade finde ich, dass die Fernsteuerung nicht optimal funktioniert und keine manuelle Saugtour durchgeführt werden kann. Bei Teppichläufern oder Vorlegern muss man beobachten, ob er damit zu Recht kommt.


Ich hoffe mein Test ist für den einen oder anderen zukünftigen Saugroboter-Besitzer hilfreich. Ich freue mich über Kommentare, Likes und das teilen meiner Seite. Solltet ihr Fragen haben, bitte nutzt die Kommentarfunktion. Ich beantworte sie gerne.

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WERTUNG

 4 von 5 schmutzfangende Wunderwuzzis

ECOVACS DEEBOT D79*



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ALLGEMEINE INFO FÜR SSR-NEULINGE
BETRIFFT STAUBSAUGROBOTER IM ALLGEMEINEN

Da dies nicht mein erster Staubsaugroboter-Test ist, kann ich bereits folgendes sagen:

Die ersten paar Saugläufe sollte man unbedingt dabei bleiben. Natürlich weiß man, sofern man sich im Vorfeld etwas informiert, dass man für einen Saugroboter möglichst nichts rumliegen lassen sollte. Die Wohnung muss vor dem Saugen etwas vorbereitet werden. Bei uns heißt das: Kabel richtig verlegen, Sessel hoch, Katzenspielzeug weg, Vorhänge hoch, leichte Teppiche ausschütteln und vom Boden entfernen, die ein oder andere Stelle mit mittelschweren Gegenständen blockieren und nicht zu vergessen… Katzenschüsseln und Trinknäpfe wegräumen.

Es gibt fast nichts wo sich so ein Roboter nicht in Probleme manövrieren kann. Und hat man wirklich alles weggeräumt, findet er mit Sicherheit eine neue Möglichkeit sich “aufzuhängen”. Die Lernphase für uns als “User” dauerte bei unserem Erstgerät ungefähr drei Tage. Dann hatten wir alle Problemstellen durch.

In gewisser Weise ist so eine Saugroboter eine kostspielige Spielerei. Aber hey, mir machts Spaß. Und das hätte ich sonst vom Staubsaugen nie behauptet. Wer also das Geld für diesen Luxus aufbringen kann und möchte und sich bewusst ist, dass man seine Wohnung roboter-sicher machen muss, damit das Ergebnis stimmt, dem möchte ich ein solches Gerät keinesfalls ausreden.

Hier noch ein kurzes und einfaches Unpacking Video zum Deebot D79:





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