Freitag, 25. März 2016

Film-Tipp - Batman v Superman - Dawn of Justice



Gestern hatte ich das Vergnügen mir den neuen DC-Film im Kino ansehen zu können. Folgend meine ungefilterten, aber Spoiler freien Eindrücke für euch. Vorweg muss ich sagen, dass ich als Kind der 80er Batman und Superman Großteils aus Film und Fernsehen kenne und keine detaillierten Kenntnisse zu den Comics habe. Daher habe ich auch nicht den Anspruch, dass Teile der Handlung womöglich nicht zu den Comics passen oder anders dargestellt werden.

DIE HANDLUNG
Die Handlung knüpft direkt an „Man of Steel“ an und beginnt quasi mit dessen Endszene. Metropolis zerbirst während des Kampfes zwischen Superman und General Zod. Diesmal sehen wir das Geschehen aber aus den Augen von Bruce Wayne, der sich ebenfalls in der Stadt befindet und versucht Leben zu retten.
Dies ist der Anfang des Zwistes und der inneren Abneigung zwischen den beiden Hauptprotagonisten, die dem Film seinen Namen geben.

Da ich euch hier keines Details oder Szenen spoilern möchte nur so viel:
Die Story bleibt eher flach und bietet ein paar Logiklücken, nutzt aber die Zeit um die Beweggründe der beiden Streithähne zu untermalen. Batmans Entstehungsgeschichte bleibt komplett außen vor - die kennen wir aber ohnehin alle schon. Aber auch zu anderen Figuren hätte ich mir etwas mehr Hintergrundinfos gewünscht. Hier wird vermutlich noch einiges durch zukünftige DC-Filme erläutert.

Einige Szenen des Films ergeben hingegen gar keinen Sinn. Womöglich sind Kenner der Comics bevorteilt. Ich würde mir wünschen, dass auch diese Lücken in weiteren Filmen gefüllt werden. Denn momentan könnte ich zumindest zwei Szenen nennen, ohne die der Film problemlos auskommen würde.



DIE DARSTELLER
Henry Cavill liefert als Superman wieder eine passable Leistung ab. In meinen Augen ist er die perfekte Besetzung. Er ist zwar kein großer Charakterdarsteller, aber strahlt das aus, was Superman ausmacht.
Ben Affleck, der in meinen Augen ein sehr guter Schauspieler ist, verkörpert den gealterten und aufgrund seiner vielen Dienstjahre zynisch und brutaler gewordenen Batman recht ansehnlich. Leider gibt ihm das Drehbuch nicht allzu viele Möglichkeiten sein Können zu entfalten.
Gal Gadot macht ihre Sache als Wonderwoman durchaus gut und ist sehr hübsch anzusehen. Aufgrund der geringen Screentime bleibt ihr Charakter aber sehr blass.
Jeremy Irons, ein großartiger Schauspieler, verkörpert Alfred Pennyworth. Leider hat auch er ein sehr undankbares Drehbuch erhalten. Seine ironischen Sprüche sorgen vielleicht bei manchen für einen kurzen Schmunzler, aber leider bleibt seine Verkörperung des Alfred weit hinter der von Michael Caine zurück.
Jesse Eisenberg hingegen überrascht mit seinem Lex Luthor, der ganz anders angelegt ist, als bisher gewohnt. Durch seinen Kleidungsstil und vor allem sein konfuses Verhalten wirkt er eher wie ein Startup-Frischling. Man muss seinen Ansatz nicht mögen, aber der Ansatz und die Darstellung sind in meinen Augen psychopatisch-genial.


EFFEKTE, SCHNITT UND MUSIK
An dieser Stelle muss ich meine größte Kritik loswerden. Für meinen Geschmack sind zwar die Effekte gut gelungen, aber der Schnitt ist mir stellenweise zu flott und gepaart mit den eigenwilligen Kameraperspektiven, ging mir der optische Genuss etwas verloren. Als der Film zu Ende war, musste ich schnell mal IMDB am Handy aufsuchen um zu kontrollieren ob Man of Steel auch wirklich vom gleichen Regisseur stammt. Tatsächlich tut er das. Aber wo Man of Steel sich noch Zeit für feine Perspektiven und totale Aufnahmen nimmt, erscheint es bei Batman vs Superman so als habe Mr. Snyder einen Drang zur Nahaufnahme entwickelt. Gerade in schnelle Actionszenen kommt man dabei kaum hinterher. Am schlimmsten ist mir dieses Phänomen bei den Batman Kampf- und Fahrszenen aufgefallen.
Die Musik ist gut, aber man muss ehrlich sagen: Hans Zimmer konnte es schon mal besser. Stellenweise ist die Musik nicht ganz stimmig, manchmal sogar zu aufdringlich.


FAZIT
Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden mit dem Film. Ich selbst war einer der „Aufschreier“, als bekannt wurde, wer Batman verkörpern wird. Aber ich bin zufrieden mit Ben Affleck und seiner Rolle als zynische Fledermaus. Die Handlung geht in Ordnung, wenn man bedenkt um welchen Film es sich handelt. Immerhin ist es ein Comicfilm und nicht Schindlers Liste. Hier erwarte ich auch eher coole Helden und rasante Action. Mit beidem wird man gut bedient. Der geniale Bösewicht macht ebenfalls Freude. DC schafft hier ein düsteres Gegenstück zu den eher bunt-spaßigen Avangers.
Dennoch hätte ich auf die eine oder andere unnötige Szene verzichten können. Etwas mehr optischen Genuss hätte ich mir aber ebenfalls gewünscht. Fast alles was in dem Film cool aussieht, ist gleich wieder vorbei oder aus einem zu ungünstigen Kamerawinkel dargestellt. Schade darum.

Anmerkung: Ich bin auch schon sehr auf die Blu-Ray gespannt, die angeblich eine Extended Edition enthält, welche 30min mehr Filmmaterial bietet!

WERTUNG
Ich tu mir etwas schwer mit der endgültigen Wertung. Gefühlsmäßig würde ich ihn zwischen 3 und 4 Wunderwuzzis einordnen. Da mich der Film alles in allem sehr gut unterhalten hat:


4 von 5 justifizierte Wunderwuzzis

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