Samstag, 15. April 2017

Premium Test - TomTom Runner 2 Cardio Musik GPS Sportwatch

Zu allererst: Frohes Osterwochenende euch allen!
Um mit den vielen bunten Ostereiern mithalten zu können liefere ich euch heute einen Premium-Test zu einer bunten Sportuhr von TomTom. Viel Spaß beim Lesen!


Der Frühling hat Einzug gehalten und die Natur drängt uns Laufbegeisterte mit warmen Temperaturen und Sonnenstrahlen ins Freie. Oder aber, es ruft ein Freund an und meint: "Ich brauche dich als Ersatzmann für den Staffelmarathon in Wien! Du musst 16 Kilometer laufen!" :D

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Egal, welcher der beiden Gründe eher zutrifft, für mich als Hobbysportler mit Ehrgeiz und Freude an persönlicher Leistungssteierung, musste eine neue Laufuhr her um meine Ergebnisse genau aufzuzeichnen. Zwar nutze ich auch Runtastic um meine Strecke aufzuzeichnen, aber zum einen hatte ich nicht den passenden Herzfrequenz-Gurt und zum anderen verträgt sich die App leider nicht so ganz mit meinem Handy, was dazu führt, dass ca. jeder dritte Lauf nicht korrekt aufgezeichnet wird.

Darum habe ich mir die TomTom Runner 2 Cardio Music GPS* besorgt. Und wie mir diese gefällt, erzähle ich euch jetzt.




LIEFERUMFANG

Die TOMTOM Runner 2 Cardio Music kommt mit einem Ladekabel und eine Kurzanleitung ins Haus. Die Anleitung ist in einigen Sprachen, aber wirklich kurz und knackig gehalten.
Das Ladekabel ist speziell für die Uhr konstruiert worden. Hier reicht leider kein eigener USB-Anschluss.


OPTIK UND HAPTIK

Im Bereich der Sportuhren ist dieses Modell eines der für mich ansprechendsten. Ich trage die Uhr zumeist auch einfach so in der Freizeit.
Das Uhrenband lässt sich einfach von der Uhr trennen. TomTom bietet viele weitere Farbvarianten des Bandes an. Nicht gerade günstig, aber ganz hübsch. Eine Kollegin von mir besitzt die gleiche Uhr und muckierte sich darüber, dass ihr erstes Band nach einem dreiviertel Jahr kaputt ging. Dies ist aber nur Hörensagen und ich werde das mit Sicherheit beobachten.
Die Anzeige ist nicht kratzfest. Ich habe mir gleich ein paar Schutzfolien dazubestellt, die recht günstig zu haben sind.

Gesteuert wird die Uhr mittels "Vier-Wege-System". Mit links, rechts, rauf und runter kann man sich durch die Menüs arbeiten. Das ganze funktioniert sehr intuitiv. Beim ersten Mal muss man noch ein wenig experimentieren.



SPORTARTEN UND TRAININGS

Die Runner 2 bietet verschiedene Sportarten an. Nebst Laufen gibt es noch Radfahren, Schwimmen und Freestyle. Auch Indoor Sport lässt sich auswählen (zB. am Cardio-Trainer).
Verschiedene Trainings lassen sich auch auswählen. So setzt man sich beispielsweise einen Herzfrequenzbereich für den Lauf und die Uhr kontrolliert diesen. Läuft man zu langsam oder zu schnell, wird man mittels Ton und Vibration deutlich darauf hingewiesen.

Auch ein Intervalltraining lässt sich manuell einrichten. Das Ganze ist direkt auf der Uhr möglich.
Leider aber, kann man sich keine Trainings in der TOMTOM Connect App erstellen. Das finde ich etwas schade, da man gerade mit komplexen Trainingsplänen und -einheiten sehr spezielle Trainings erstellen möchte.



GPS UND AKKU

Durch erstmalige Verbindung mit dem PC und die App ins Internet, ruft die Uhr grobe Standortinformationen ab. Dadurch gelingt die GPS-Erfassung vor dem Haus später besser. Eine Satellitenerfassung dauert bei mir "am Land" zwischen 15 und 45 Sekunden. Die Verbindung ist bei meinen bisherigen Läufen nie abgerissen und die Strecke wurde immer exakt getrackt.

Der Akku hält gut sechs Läufe zu je ca. 45-60min mit aktiviertem GPS durch. Sofern keine Zusatzspäße aktiviert sind.
Anfangs hatte ich alle Funktionen aktiviert (regelmäßige Pulsmessung unter Tags, Messung der Schlafdauer etc.). Das kostet deutlich mehr Energie. Demnach war nach zwei Läufen und vier Tagen der Saft alle.



APP AM PC UND MUSIK

Um die Ergebnisse der Uhr auszulesen muss man ein TomTom Konto anlegen und die Uhr mittels zu installierender App an den PC anbinden.
Die gesamten Daten werden dann quasi ins Web geladen. Man kann sich also seine Läufe, sofern einmal hochgeladen, jederzeit im Webbrowser ansehen. Dort lassen sich dann alle möglichen Daten der einzelnen sportlichen Einheiten einsehen.

 

Mittels des Programms, welches am PC installiert wird, kann man sich bis zu drei Gigabyte an Musik auf den internen Speicher der Uhr laden. Leider ist die Usability dabei nicht optimal gelungen. Denn anstatt sich Ordner anzulegen und die Lieder auf die Uhr zu spielen, muss man sich erst Playlists am PC zusammenstellen (zB. mit dem Programm VLC Player) und diese gespeicherten Playlists (zB. m3u-Dateien) auf die Uhr hochladen. Die entsprechenden Lieder werden dann ebenfalls mitkopiert.

Die Steuerung an der Uhr selbst ist auch eher minimalistisch gehalten. Tracks lassen sich einfach vor und zurück springen.
Es gibt aber keine Lautstärkeregler. Mit meinen zugegeben günstigeren Bluetooth-InEar-Kopfhörern lässt sich damit leider ein gewisser Lautstärkenpegel nicht unterschreiten - denn wenn ich am Kopfhörer noch eine SPur leiser schalte, ist der Ton ganz weg. Somit ist das Minimum an Musik noch immer vergleichsweise laut. Ok, nicht unbedingt laut, aber ich mag es beim Sport im Freien nicht, wenn die Musik so laut ist, dass ich keine Umgebungsgeräusche (zB. nahende Autos mehr wahrnehme).

Witzige ANEKDOTE:
Es mag an meinem Günstig-Headset liegen aber:
Mein China-Headset hat am rechten Ohr die Steuereinheit und offenbar auch das Empfangsmodul. Wenn ich die Uhr nun an der linken Hand trage, bricht während dem Lauf immer mal kurz die Verbindung ab. Und zwar genau für den Bruchteil einer Sekunde, in der mein Rumpf die Luftlinie zwischen Uhr und rechtem Ohrstoppel verdeckt. Sehr eigenartig.
Ich rechne das Problem aber dem Billig-Headset zu und trage die Uhr beim Laufen nun immer rechts.



DER HERZFREQUENZ-SENSOR UND KONNEKTIVITÄT

Dieser befindet sich in der Uhr selbst. Standardmäßig ist kein Brustgurt dabei, obgleich man einen dazubestellen bzw. nutzen könnte.
Die Messung der HF findet also am Handgelenk statt. Die Uhr sollte daher beim Sport gut an der Haut anliegen um ein guter Ergebnis zu liefern. Bisher bin ich damit sehr zufrieden. Es wird ja oft diskutiert, dass diese Art der Messung zu ungenau sei, aber ich habe die Werte mehrmals an mir selbst überprüft und es hat immer gut gepasst.

Auch wenn es für mich kein Killerfeature ist, aber ich erwähne es trotzdem:
Scheinbar lässt sich die Uhr mit dem Handy koppeln um dann Smartwatchartig empfangene Nachrichten anzuzeigen. Das Ganze scheitert aber bei meinem Android 6.0 Handy kläglich. Ich bekomme die Uhr nicht mit dem Handy gekoppelt. Aber die Funktion interessiert mich ohnehin nicht.

Hier findet ihr noch ein kleines Video zur Menüführung der Uhr:



FAZIT
Man merkt, wenn man die Zeilen über dem Fazit gelesen hat, dass ich doch ein paar kleinere Kritikpunkte zu dieser Sportuhr habe. Aber im Großen und Ganzen bin ich doch sehr zufrieden damit. Die Uhr ist in der Herrengröße (L) schon ab 140€ ohne BT-Kopfhörer zu haben. Dieser Preis ist meiner Meinung nach schwer in Ordnung.
Wer also hobbymäßig läuft, seine Einheiten aber dennoch semiprofessionel tracken möchte, ist mit dieser Uhr gut beraten. Für die Hardcore-Checkerbunnys unter den Sportlern gibt es freilich andere Kaliber. Aber dafür darf man dann auch deutlich mehr Kohlen auf den Tisch legen.

WERTUNG

4 von 5 musikalisch-laufende Wunderwuzzis

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